Eine Gesellschaft im Absturz

Im Kapitalismus gilt das Akkuemulationsprinzip. Das bedeutet, das Kapitalisten dazu verpflichtet sind, soviel Profit wie möglich zu machen, um ein Oligopol oder Monopol aufbauen zu können. Diese Logik überträgt sich im Kapitalismus auch auf die Politik. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten, finanzieren Kapitalisten direkt einzelne oder gleich mehrere Parteien. Im Bundestag werden fünf von sechs Parteien direkt von finanzstarken Akteuren finanziert. (Regierungs-)Politik, die innerhalb dieser kapitalistischen Hierarchie handelt und diese nicht bekämpft, vertritt die Interessen von lokal ansässigen Kapitalisten auf Kosten der Ausbeutung von Natur und Umwelt.

Verbranntes Öl und verbrannte Kohle vergifteten unsere AtmosphäreWälder sind allesamt bald verschwunden, fruchtbare Böden werden immer weniger, Massensterben der TierePlastik schwimmt in unserem Blut und unsere Grundwasservorräte werden knapp. Das alles durch die Politik und das Handeln normaler Menschen. — Was wohl passiert wäre, wenn Verrückte oder Wahnsinnige das Sagen gehabt hätten?

Schneeballsysteme sind Spezialfälle von Konstrukten, welche auf ständiges Wachstum unter endlichen Rahmenbedingungen angewiesen sind und daher in der Regel innerhalb weniger Jahre zusammenbrechen bzw. auffliegen. Mit genügend gesellschaftlichem Glauben an diese Systeme und einer unwissenden Bevölkerung können sie dauerhaft am Leben erhalten werden.

Stiftungen und “Think Tanks” (Denkfabriken) haben große Macht und Einfluss. Im Bereich WirtschaftWissenschaft und Bildung. Die Bertelsmann-Stiftung hält seit 1993 die Mehrheit des Bertelsmann Konzerns und setzt sich stark für die Privatisierung des Bildungssektors ein. Begründet wird dies mit dem Leistungs- und Innovationsgedanken. Sie sieht sich selbst als Pionier für die Digitalisierung im Bildungsbereich. Das Stiftungskapital betrug 2020 um die 619.709.200 Euro. Auch in den  Bereichen Gesundheitswesendemografische Entwicklung und Arbeitspolitik hat die Bertelsmann-Stiftung großen Einfluss in die höchsten politischen Ebenen. Durch intensive Lobbyarbeit und Vorabsprachen abseits der Parlaments betreibt die Bertelsmann-Stiftung außerdem die Privatisierung der Politik.

Im Ergebnis macht es keinen großen Unterschied, wer gewählt wird: die Bertelsmann-Stiftung regiert immer mit. Lobbycontrol bezeichnet die Bertelsmann-Stiftung als eine der einflussreichsten neoliberalen Denkfabriken in Deutschland. Die Strategie ist ausgefeilt und funktioniert immer: Kontaktaufnahme zu politischen Akteuren und MandatsträgernÖffentlichkeitsarbeit über soziale MedienFernsehen und Verlage, Inauftraggabe und Veröffentlichung von Studien, Erstellung öffentlichkeitswirksamer Berichte und Rankings und schließlich auch die Zusammenarbeit mit Bürgerbewegungen. Zur Veröffentlichung ihrer Ideologie nutzt die Bertelsmann-Stiftung auch den Bertelsmann-Konzern (RTL-Group [RTL, Vox, n-tv usw.], zahlreiche Zeitschriften ua. von Gruner und Jahr). Die neoliberale Ideologie der Stiftung besagt, dass sich Erfolge und Effizienz in jeder Organisation objektiv messen lassen. So werden im Auftrag der Stiftung regelmäßige Rankings (Ranglisten) erstellt, bei der Institutionen anhand von Kennzahlen bewertet werden.

Gerade die fleißigen und emsigen Arbeiter, die Bienchen unserer Gesellschaft lassen sich ausbeuten und meckern über die Ausbeutung ihrer Arbeitskraft, wenn Sie dann noch über etwas Resthirn verfügen, das nicht durch die Mainstream-Shows weichgeklopft wurde. Kaufen sich die Bild und schimpfen auf Immigranten, und haben so genau das falsche Feindbild im Fokus.

Bisher hat niemand verstanden was Wachstum bedeutet, es wird immer angeführt und als solch wohlig-warmer Slogan gebraucht um auszudrücken: Alles ist super und wird noch toller! — Dabei bedeutet Wachstum nichts anderes als, “Wir steigern den Verbrauch!”. Das heißt also, die Konsumenten müssen mehr Produkte, die mehr produziert werden kaufen. Die dazu benötigten Rohstoffe müssen abgebaut werden, Landstriche und Lebensräume zerstört werden. Und Wertstoffe in den Kreislauf zurückführen ist nur dann von der Produktionsseite her angewandt, wenn die Kosten geringer sind als die des Abbauens.

Marktwirtschaft, die Wirtschaft der tausend Diktaturen

Während die Politik gegen Diktatoren wettert und kein Blatt vor den Mund nimmt, schwärmen Politiker in “Talkshows” von der “sozialen Marktwirtschaft“. Mal abgesehen davon das “soziale Marktwirtschaft” ein Begriff aus dem Marketing ist, welchen die CDU nach dem “Zweiten Weltkrieg” als Kampfbegriff ins Feld gegen die SPD, welche “Sozialismus” wollte, führte, ist Marktwirtschaft immer Marktwirtschaft. Ein Idealmodell aus der Wirtschaftstheorie, wie Sozialismus usw.

Natürlich kann man Marktwirtschaft sozialer gestalten, aber in Zeiten wo man die Solidarität des Staates abbaut, um möglichst viele Steuergelder für die Rettung von BankenKonzernen und Milliardären zu haben, ist dieses sozialer längst nur noch ein unwesentlicher Appendix. Statt einer zentralen Planungsstelle plant jedes Unternehmen für sich selbst, und überflutet den Markt mit Produkten die nachgefragt werden, bis diese so billig sind das weg werfen billiger als reparieren ist. Wirtschaft, “wir müssen Rücksicht auf die Wirtschaft nehmen“, “rettet die Arbeitsplätze und pumpt Milliarden in die Märkte” (Anmerkung: nur die von Konzernen und Großanlegern), wer das glaubt, bindet sich die Jacke hinten zu.

Dabei ist die Bevölkerung dieser tausend Diktaturen die Arbeitnehmerschaft, die LohnsklavenArbeiterSchuftmuffel usw., wie auch immer der Diktator (Unternehmer, Geschäftsführer), seine Bevölkerung (Angestellten, Schmarotzer, Parasiten) nennt, welche von der Gesellschaft willentlich von der Demokratie in die Diktatur geschickt werden. Rechte sind Makulatur, wenigstens, seit der Einführung der “Agenda 2010“, denn diese sind für die Diktatoren ein Mittel ihren Willen gegen ihre Untertanen durchzusetzen. Auch wenn diese zwar Rechte haben, nehmen sie diese in der Regel nicht wahr, weil es sie in eine noch grausamere Diktatur (Arbeitsbedingungen) abrutschen könnten. Zumal die Lage auf dem Arbeitsmarkt regional unterschiedlich ist.

Die Mitte-Radikalen

Mitte-Radikale Ansichten in der Politik sind die konservative (bewahrende) intersubjektive Einigung nicht zukunftsfähige politische Entscheidungen zu treffen und die Ideologisierung von Privatisierung (Enteignung des Staates/Gesellschaft/Bürger/Volk und der vorherigen Investition von Generationen von Steuerzahlern) über das Allgemeinwohl zu stellen. Ferner definiert sich Mitte-Radikalität dadurch, das Arbeitsplätze vor Gemeinwohl und Menschenleben gestellt werden und dies schließlich auch immer wieder ein Argument ist mit dem auf existenzielle Fragen ausgewichen wird. Hinzukommen wachstumsorientierte Phrasen und Floskeln, die oberflächlich betrachtet vernünftig klingen allerdings ohne substanzielle Bedeutung sind. Eine Abhängigkeit von wirtschaftlich starken Lobbyverbänden ist nicht prinzipiell nötig um in diese Definition zu passen.

Generell gilt also als Mitte-Radikal, wer: Privatisierung vor das Allgemeinwohl stellt, Menschenrechte nicht vor Arbeitsplätzen sieht (in Koalition mit einer Ausrede und Gegenargumente abzuwürgen), autoritäre Ansichten vertritt bzw. diesen zugeneigt ist, ein Menschenbild von der Ungleichheit aller Menschen praktiziert, keine objektive Gedankenführung akzeptiert die der eigenen Meinung widerspricht, menschliche Gestaltungsfähigkeit wird ausgeblendet und altes bewahrt, Veränderungen werden als Grauen prognostiziert und Wirtschaftswachstum nicht als Unheil durchschaut. Mitte-Extremisten nutzen bestehende Strukturen, um Gewalt gegen andere auszuüben, sind dem Faschismus zugeneigt und haben ein eindimensionales Weltbild. [Anm.: Es müssen nicht alle aufgezählten Bedingungen zutreffen.]

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